Parzellennummer 1836: 210
Grundfläche des Hauses 1836: 25,6 Quadratruten (entspricht ca. 210 qm)
Steueranschlag 1745: 583 Gulden
Grundherrliche Abgabe:
Zinsfrei und steuerfrei
Kurze Straße 25 (Bildquelle: Helmut Proß)
In der Kurzen Straße 25 wurde nach der Brandkatastrophe von 1634 ein alter Keller überbaut, um für den Dekan, den ersten Stadtpfarrer, Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Diese Nutzung blieb über 300 Jahre erhalten, bis das Haus 1955 an die Stadt Waiblingen verkauft und 1960 als Heimatmuseum eingerichtet wurde. Heute befindet sich in dem Gebäude das Stadtarchiv.
Gebäudebeschreibung im Güterbuch 1745
Eine 2. stockichte Behausung mit einem gewölbten Keller und einem FruchtKasten darhinter in der Kurzen Gaßen, Welch alles ein jedesmahliger Specialis allhier Zu bewohnen hat, Zwischen dem Kellereÿ BindHoff, und herrn HoffGerichts Advocato Johann Christoph Vollmar, stost vornen auf die Kurze Gaßen, und hinten die Statt Mauren.
Gebäudebeschreibung 1877
Ein zweistockiges Wohnhaus, das Dekanatshaus, ein Stock von Stein, sonst Fachwerk, mit gewölbtem Keller, an der Kurzen Straße, neben dem Schloßhof, zwei Hofräume und Winkel, steuerfrei.
Lage
Gebäudebeschreibung
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Bau- und Besitzgeschichte
Wolfgang Zacher berichtet in seiner Chronik über das Jahr 1647: "der Geistliche Verwaltungskeller wurde zum ersten Mal nur halb überdacht mit dem Pfarrhaus zu Hegnach”. Für den Wiederaufbau Waiblingens nach 1634 wurde billiges Bauholz gewonnen, indem man in den umliegenden, entvölkerten Dörfern leerstehende Gebäude abgebrochen und in Waiblingen wieder aufgebaut hat. Bisher ist noch keines dieser mit alten Hölzern wiederaufgebauten Häuser bauhistorisch untersucht worden. Es erscheint plausibel, dass man die Hölzer genau so verwendet hat wie in den abgebrochenen Häusern, also Ständer als Ständer und Sparren als Sparren, aber es ist nicht davon auszugehen, dass die Gebäude 1:1 wieder aufgebaut wurden.
In seinem heutigen Erscheinungsbild ist das Haus ein Barockgebäude mit einem steinernen Erdgeschoss, einem eleganten Portal und symetrisch angeordneten Fensterachsen im Obergeschoss. Das Portal ist mit einem Schlußstein mit den württembergischen Wappenstangen verziert, oben bekrönt von einem Palmettenmotiv und umrahmt von Girlanden. Die Eingangstür scheint ebenfalls original erhalten zu sein. Es sind keine Baufugen erkennbar, so dass nichts darauf hindeutet, dass der Ursprungsbau von 1647 in einen späteren Umbau integriert ist. Obwohl dafür bislang keine schriftlichen Quellen vorliegen, ist aufgrund des Baubestands davon auszugehen, dass an dieser Stelle im 18. Jahrhundert ein kompletter Neubau ausgeführt wurde.
1647
Dekanatshaus, Wohnhaus für den ersten Stadtpfarrer, den Spezial oder Dekan
1955
Verkauf an die Stadt Waiblingen, das Dekanat erhielt einen Neubau in der Silcherstraße 28
1960
Heimatmuseum, später Stadtarchiv