Kurze Str. 43 (Bildquelle: Jörg Heinrich)
Parzellennummer 1836: 175
Grundfläche des Hauses 1836: 10,8 Quadratruten (entspricht ca. 88,6 qm)
Steueranschlag 1745: 178 Gulden
Grundherrliche Abgabe:
Geistliche Verwaltung 27 Kreuzer
Inschriften:
Die Darstellung einer Brezel mit den Initialen "HMI" könnte auf eine ehemalige Nutzung als Bäckerei hinweisen
Das Haus Kurze Straße 43 weist eine der orginellsten Lagen in der Waiblinger Altstadt auf. Der Hauseingang an der Kurzen Straße ist nur über einen schmalen Durchgang zwischen den Nachbarhäusern erreichbar, das Haus Kurze Straße 45 verdeckt die vordere Fassade bis auf eine Fensterachse. Rückwärtig grenzt das Gebäude mit einer zweigeschossigen Fassade mit Sockelgeschoß und einem von der Straße aus zugänglichen Keller an die Pfarrgasse.
Gebäudebeschreibung im Güterbuch 1745
Eine Behausung mit 2.en Stocken und einem gewölbten Keller in der Kurzen Gaßen, beÿ der Kappel, Zwischen seiner auch Jung Lorenz Bauders und J[un]g: Jacob Pfanders Scheuren ein: anderseits H.[err] Johann Georg Jäger Kellereÿ Kieffer, stost Vornen aufs Pfarr Gäßlen, und hinten J[un]g Jacob Pfanders Hauß.
Gebäudebeschreibung 1877
Ein 2-stockiges Wohnhaus, ein Stock von Stein, sonst Fachwerk mit 2 gewölbten Kellern, an der Kurzen Straße, bei der inneren Kirche.
Lage
Kurze Str. 43 Schlußstein (Bildquelle: Helmut Pross)
Schlußstein in Brezelform mit den Initialen H[ans] M[artin] I[äger]
Gebäudebeschreibung
Beim Gebäude Kurze Straße 43 handelt es sich um ein giebelständiges, dreigeschossiges Wohnhaus unweit der Nikolauskirche. Aufgrund der leichten Hanglage in Richtung Rems zeigt sich das Gebäude an der Westseite (zur Kurze Straße hin) zweigeschossig und an der Ostseite (Pfarrgasse) dreigeschossig. Die massiv gemauerte Erdgeschosszone an der Pfarrgasse besitzt ein rundbogiges Kellertor. Darüber erheben sich zwei verputzte Fachwerk-Obergeschosse. Nach oben schließt das Gebäude mit zwei Dachgeschossebenen unter einem Satteldach ab. Die einzelnen Geschossebenen zeigen giebelseitig Stockwerksvorstöße.
Bau- und Besi
Kurze Str. 43 Hauseingang (Bildquelle: Martin Klöpfer)tzgeschichte
Das vergleichsweise kleine Haus befindet sich in völlig beengter Lage ohne jede Nebengebäude, noch nicht einmal ein Hof gehört dazu. Daher ist es ein typisches Wohnhaus, das am ehesten als Handwerkerhaus nutzbar war. Christof Böhringer, dem ersten uns bekannten Eigentümer gehörte in der Pfarrgasse noch eine halbe Scheune, was es ihm ermöglichte seinen Lebensunterhalt als Weingärtner zu bestreiten.
1745
Alt Christof Böhringer, Weingärtner
1752
Eine Hälfte an den Schwiegersohn Jakob Friedrich Wagner, Schreiner
1754
Böhringer nimmt die Haushälfte wieder zurück
1779/1781
Das Haus geht zunächst an die Tochter Maria Magdalena, dann an den Bruder Christof Böhringer
1795
Eine Hälfte geht an Johannes Kölz, vielleicht durch Erbschaft
1821
Georg Friedrich Seibold Kinder
1832
Johann Michael Marx durch Kauf
1878
Witwe Elisabeth, geb. Wied
1903
Fritz Maier