Erbaut: vor 1655
Parzellennummer 1836: 139
Grundfläche des Hauses 1836: 11,9 Quadratruten (entspricht ca. 97,7 qm)
Steueranschlag 1745: 280 Gulden
Grundherrliche Abgabe:

Kellerei Waiblingen 1 Schilling, 3 Heller oder 2 Kreuzer, 4 Heller
Geistliche Verwaltung Waiblingen 14 Schilling oder 30 Kreuzer, 2 Heller
Stadt Waiblingen 13 Kreuzer

Lange Str. 48 (Bildquelle: Helmut Proß)Lange Str. 48 (Bildquelle: Helmut Proß)Das Haus Lange Straße 48 steht ganz oben in der Lange Straße. Vorne grenzt es an den Platz beim Zehntbrunnen, der in den Quellen „Kornmarkt“ genannt wird, so dass die verputzte Fachwerkfassade schon von weitem sichtbar ist. Seitlich verläuft eine schmale Gasse, die die zwischen Lange Straße und Zehnthof liegenden Gebäude erschließt. Das Haus ist dadurch auf drei Seiten von öffentlichem Straßenland umgeben. Hinten schließt sich ein anderes Wohnhaus an, so dass keine Möglichkeit für direkt an das Haus anschließende Nebengebäude bestand.

Gebäudebeschreibung im Güterbuch 1745
Eine alte 2. stockichte Behausung mit einem gewölbten Keller, und einer halben Tung Legin in der Langen Gaßen beÿm Kornhauß, zwishen der Langen Gaßen und dem Allmand Gäßlen, stost vorne auf die Gaßen, und hinten Gottfrid Conrad Graßen Hauß.

Lage

 

Gebäudebeschreibung
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Bau- und Besitzgeschichte
Lange Str. 48 von 1910 (Bildquelle: Helmut Proß)Lange Str. 48 von 1910 (Bildquelle: Helmut Proß)Das Haus wurde, soweit das von außen beurteilt werden kann, wenig umgebaut, so dass die Bausubstanz aus der Mitte des 17. Jahrhunderts gut erhalten ist. Die Besitzgeschichte ist durch eine Zinsabgabe in die Kellerei und in die Geistliche Verwaltung Waiblingen gut nachvollziehbar, es ist allerdings bisher nicht bekannt, wann das Haus nach der Brandkatastrophe von 1634 genau erbaut wurde. Im Lagerbuch der Geistlichen Verwaltung von 1655 steht: „Hanß Werner Maÿer, Schmidt, Zünst Jährlichen Vßer seiner behaußůng beim Kornmarckht”. Möglicherweise hat also der Schmied Hans Werner Maier, über den sonst leider nichts bekannt ist, um 1650 das Haus bauen lassen. Exakte Hinweise zur Erbauung des Hauses kann nur eine dendrochronologische Altersbestimmung liefern. Von 1698 bis ins 19. Jahrhundert war das Gebäude im Besitz der Familie Pfander.

1494
Hans Emer, Anrainer Heinrich Mesner

1511
Der Schulmeister und Ägidius Beutenmüller

1568
Michael Schmid der Große und Barbara, Hans Emer Witwe, Anrainer: Valentin / Heinrich Radspinner, hinten Jörg Krämer und Barbara, Georg Beutenmüller Witwe / Ägidius Beutenmüller

1655
“Hanß Werner Maÿer, Schmidt, Zünst Jährlichen Vßer seiner behaußůng beim Kornmarckht”, Anrainer: hinten Hans Werner Maier selber, später Jörg Ruof

1671
Hans Werner Maier, Schmied, hinten er Maier selber

1698
Jakob Pfander, Schmied

1701
Jakob Pfander, Schmied, Anrainer: Jakob Fischer Metzger

1745
Johann Jakob Pfander, später sein Ehenachfolger Christof Kaufmann, Bäcker und Ratsverwandter

1834
Jacob Pfander, Bäcker