Erbaut: 1782 (archivalisch datiert)
Parzellennummer 1836: 15
Grundfläche des Hauses 1836: 8,2 Quadratruten (entspricht ca. 67,3 qm)
Steueranschlag 1745: 12 Gulden
Steueranschlag 1783: 80 Gulden
Grundherrliche Abgabe:

Armen Kasten Esslingen 19 Schilling, 6 Heller oder 41 Kreuzer, 5 Heller (geteilte Abgabe, davon 5 Kreuzer 5½ Heller)

Untere Sackgasse 3 (Bildquelle: Jörg Heinrich)Untere Sackgasse 3 (Bildquelle: Jörg Heinrich)

Gebäudebeschreibung im Güterbuch 1745
Eine Scheüren Hoffstatt, wovon ohngefahr 3 Ruthen ein KůchenGarten das übrige aber mit einer S:[alva] V:[enia] Tůng Legin ůnd Scheüren Einfarth so eine Hofstatt im Sack, zwischen des Jnnhabers Hauß ůnd Scheüren ein= anderseits der Allmandt.

Gebäudebeschreibung Ende 18. Jahrhundert
Eine neůe Zweistockete Behaůßung mit einer s.[alva] v.[enia] Tůnglege ůnd Scheuren Einfarth im Sak, zwischen Martin Weebers Haůß ůnd Scheůren, ein- anderseits der Allmand.

Lage

 

Gebäudebeschreibung
Bei dem Gebäude Lange Straße 22 handelt es sich um ein giebelständiges, zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus, welches an der Einmündung der Mittleren Sackgasse in die Lange Straße steht. Über einer massiv gemauerten und durch Ladeneinbau modern veränderten Erdgeschosszone erhebt sich ein, am Straßengiebel unverputztes Fachwerk-Obergeschoss. Nach oben schließt das Gebäude mit zwei Dachgeschossebenen und Spitzboden unter einem Satteldach ab. Die im Obergeschoss und im Giebel symmetrisch gegliederte Straßenfassade besitzt leichte Geschossvorstöße.

Bau- und Besitzgeschichte

Das Haus Untere Sackgasse 3 zinste mit der Unteren Sackgasse 1 zur Kastenverwaltung Esslingen. Da sich die Besitzverhältnisse im Detail für die einzelnen Gebäude bis zum Beginn der Güterbücher nicht eindeutig aufschlüsseln lassen, wurde die Besitzgeschichte dieser zeitweilig zusammengehörigen Gebäude bis 1745 bereits bei der Unteren Sackgasse 1 dargestellt.

Das Grundstück Untere Sackgasse 3 war von der Brandkatastrophe 1634 bis ins späte 18. Jahrhundert unbebaut geblieben und wurde teilweise als Küchengarten, Scheuneneinfahrt und Dunglege gebraucht. 1752 hat Johann Adam Schmied das Gelände von Johann Martin Jäger gekauft, aber erst 1782 auf dem Küchengarten ein Haus gebaut. Auf dem Grundstück stand wahrscheinlich vor 1634 ein größeres Gebäude, das direkt an die beiden Nachbarhäuser anschloß. Die Fassadendekorationen mit Blumenarrangements und Putten, die auf Delfinen reiten, dürfte aus dem 19. Jahrhundert stammen.

1745
Johann Martin Jäger

1752
Johann Adam Schmied

um 1782
Neubau des heutigen Gebäudes

1787
Johann Weber, Hafner, verkauft das Haus je hälftig an Johann Georg Abrecht, Metzger, und Matthäus Keller, Weingärtner

1789
Eine Hälfte an Johann Matthäus Klas, Hutmacher, vom Vater Christof Klas, Torwart

1799
Eine Hälfte Johann Georg Westhäuser von Jakob Jäger Witwe erkauft

1836
Matthäus Klas, Hutmacher Witwe